Androctonus amoreuxi
Name: Androctonus amoreuxi
Familie: Buthidae
Gattung: Androctonus

Herkunft und Vorkommen:
Androctonus amoreuxi ist in vielen Ländern von Nordafrika anzutreffen. Das Schaubild erleichtert den Überblick.
Äußere Merkmale und Geschlechtsunterschiede:
Androctonus amoreuxi ist ein hell sandfarbener Wüstenskorpion. Die Tiere können etwa 9-12cm lang werden. Die Zahl der Kammzähne beträgt bei Männchen 28-35 und bei Weibchen 21-29 (danke an terraskorp.de). Aber man sieht das sich die Angaben überschneiden weshalb es gelegentlich zu Fehlern in der Bestimmung gegenüber anderen Skorpionarten kommen kann.
Haltungsbedingungen für Androctonus amoreuxi:
Das Terrarium sollte die Mindestmaße von 20x20x20cm aufweisen. Ein Standartinsekten-, bzw. Spinnenterrarium mit Fallscheibe leistet hier gute Dienste. Die Einrichtung des Beckens gestaltet sich verhältnismäßig einfach. Hält man ein Exemplar in einem Becken dieser Größe, sollte eine Rückwand integriert werden, um den Aktivitätsradius zu vergrößern.
Als Bodengrund hat sich bei mir „JBL-Wüstensand rot“ bewährt. Da dieser Sand großen Anteil an Lehm beinhaltet, wird er nach einbringen ins Terrarium nach wenigen Tagen steinhart. Um eine zum Bodengrund passende Rückwand herzustellen, bedeckt man einfach die Rückwand mit dem Sand und lässt das ganze ebenfalls einige Tage trocknen.
Da der Androctonus amoreuxi ein in der Regel aggressiver Skorpion ist, der oft bei Störungen nicht zurückweicht, sollte auch auf einen gewissen Sicherheitsabstand von der Frontscheibe zum Boden geachtet werden. Ein starkes Gefälle vor der Frontscheibe verhilft zu mehr Sicherheit von Pfleger und Tier.
Die restliche Einrichtung bildet ein Versteckplatz in Form von einem Holzstück oder einem Stein. Hier wurde „Mopani“-Holz aus dem Zoofachhandel verwendet, da dieser das Wüstenambiente verstärkt.
Des Weiteren können kleine Steinchen im Becken verteilt werden. Von Pflanzen ist abzuraten, da diese im extremen Mikroklima nicht lange überleben.
Um die Tagestemperaturen von etwa 30°, bis 35° punktuell zu erreichen, können gut die so genannten „Patentlampen“ verwendet werden (siehe Bild oben). Diese sind beispielsweise beim Zoofachhändler Zoo Zajac zu erwerben. Besonders empfehlenswert sind diese Leuchten, sollte man zwei Becken betreiben, da so zwei Becken gleichzeitig mit Wärme und Licht versorgt werden können. Natürlich können auch einfache Glühlampen in niedrigen Stärken (etwa 13V) benutzt werden.
Auf eine UV-Beleuchtung wird auch hier, wie bei allen Spinnentieren, verzichtet, da dies den Tieren schadet. Das ist auch der Grund weshalb sich viele Skorpione, worunter nach meinen Beobachtungen auch A. amoreuxi fällt, sich nicht bei Schwarzlichtbeleuchtung zeigen, da diese einen geringen Teil UV-Strahlung abgeben.
Aufzucht und Nachzucht:
Ich persönlich habe mit Nachzuchten noch keine Erfahrungen gemacht, plane es aber. Über die Tragezeit und Anzahl der Jungtiere ist wenig bekannt. Jedoch bekommt ein Weibchen im Schnitt (schrft. Mitteilung) 15-30 Junge.
Giftigkeit:
Hochgiftig! Weshalb die Sicherheit bei diesen Tieren oberste Priorität hat!




Wir bedanken uns bei Christian für den tollen Haltungsbericht - www.kaeferforum.com
Posted by Sebi: 18.12.2009
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